2013 TDOT Suedkurier

HOHENTENGEN AM HOCHRHEIN

Gemeinschaftsschule zeigt sich bunt und lebendig


18.03.2013 Von SABINE GEMS-THOMA

Hohentengen am Hochrhein -  Einblicke in eine neue Form des Lernens beim Tag der offenen Tür

Gemeinschaftsschule – wie funktioniert das? Am Samstag war beim Tag der offenen Tür an der Gemeinschaftsschule Rheintal mit den beiden Schulstandorten Küssaberg und Hohentengen gute Gelegenheit, Einblick in die neue Schulform zu nehmen. Im September startet die neue Schule mit den Klassen fünf und sechs in Rheinheim. Schule heute ist bunt und lebendig und will sich verändern. Viel Motivation ist bei Schülern und Lehrern auf diesem Weg festzustellen. In den Schulhäusern wurden Projektideen präsentiert und AGs, Schülerfirmen und Betriebspatenschaften vorgestellt. Es wurde experimentiert, war Kreatives zu sehen, Theater und Musik zu erleben. Im Fokus stand das neue, individualisierte und kooperative Lernen, das bereits jetzt schon in den fünften Klassen der beiden Schulen umgesetzt wird. Als Experten standen in den Klassenräumen die Fünftklässler mit ihren Lehrern Rede und Antwort. Für sie ist längst selbstverständlich, was für „Alt-Schüler“ so ungewöhnlich scheint. Selbstbewusst erklärten sie, wie gearbeitet wird: Es gibt einen „Input“ für alle. Dann geht jeder an seinen eigenen Arbeitsplatz und holt sich aus einer zentralen Schublade einen „Lernjob“, den es zu bearbeiten gilt. Aus den verschiedenen Kompetenzstufen kann er selber wählen. Bei Fragen hilft der Lernbegleiter weiter. Stimmt es nicht, muss die Aufgabe neu gemacht werden.

„Das Lernen gefällt mir gut, jeder ist so schnell, wie er eben ist und arbeitet in seinem Tempo“, erklärte Selim. Auch Timon ist vom neuen Lernen überzeugt: „Ich finde es cool. Das Lernen macht Spaß, weil sich jeder selber einschätzen und seine Aufgabe auswählen kann.“ Auch die Erfahrungen der Klassenlehrer sind durchweg positiv. „Die Schüler sind sehr motiviert. Sie wollen von selbst höhere Niveaus erreichen“, teilte Matthias Zimmermann mit. Und Sabine Nöltner: „Ich erlebe die Schüler sehr motiviert, besonders, weil sie handelnd lernen können. Die meisten lernen gerne aus eigenem Antrieb, manche brauchen allerdings etwas mehr Kontrolle.“ Viel haben die Rektorinnen, Lehrerkollegien und die Gemeinden in den vergangenen zwei Jahren an Vorarbeit investiert, um die neue Schulform, die für mehr Chancengleichheit sorgen soll und einen Realschulabschluss vor Ort ermöglicht, auf den Weg zu bringen. „Wir bieten hiermit eine tolle Chance“, sagten Manfred Weber und Martin Benz. Auch die Gemeinderäte stehen dahinter. Die Rektorinnen Sylvia Nikolai und Susi Schlatter hoffen, viele für die neue Schulform begeistern zu können. Jetzt liegt es an den Eltern, ob sie das Angebot annehmen. 

Bilderstrecke aus dem Suedkurier: 

 

 
 
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