Schülerfirma 2012

-Bericht aus dem Südkurier vom 25.07.2012 mit freundlicher Genehmigung von Frau Noth -

Schüler gewinnen Wettbewerb

 

 

Otmar Schiessel und Martina Schneider-Ruf von der Schreinerinnung ließen sich von Küssabergs Siebtklässlern die Schülerfirma vorstellen, die Strecker entwickelt hat. Eine Idee, die auch beim bundesweiten Wettbewerb der Tischler und Schreiner imponierte und mit einem Pokal und 500 Euro bedacht wurde.  Bild: Noth 

Siebtklässler der Hauptschule entwickeln ein Modell aus Holz. Es signalisiert Lehrern, ob Hilfe benötigt wird und in welchem Maß

Dieses Mal waren es 500 Euro, die an die Hauptschule in Küssaberg gingen, zusammen mit einer Urkunde und einem Pokal: Denn die Siebtklässler hatten am bundesweiten Wettbewerb der Tischler und Schreiner teilgenommen und gehören zu den vier Schulen, die in Baden-Württemberg einen Preis eingefahren haben.

Innungsobermeister Otmar Schiessel aus Klettgau und seine Schreinerkollegin Martina Schneider-Ruf überreichten die Anerkennung, die die Hauptschüler für eine ganz pfiffige Idee entgegennehmen durften: einen Strecker. Ein Handzeichen Richtung Lehrer sei durch ihn ab sofort überflüssig, heißt es. Der Strecker aus Holz mit den Ampelfarben signalisiere dem Lehrer, ob Hilfe benötigt werde oder nicht, wobei Rot die höchste Dringlichkeitsstufe darstellt. Die Innungsvertreter zeigten sich von diesem „Schüler-Lehrer-Kommunikator“, kurz SLK, beeindruckt, der im Rahmen einer Schülerfirma entwickelt wurde. Das heißt: Das Holzprodukt wird in der Hauptschule in arbeitsteiliger Serienfertigung hergestellt und an andere Schulen verkauft. Die Produktion sei immer weiter optimiert worden und immer freitags werde in der Schülerfirma gearbeitet, wurde den Innungsvertretern mitgeteilt. Außerdem verwiesen die Schüler darauf, dass nach einer Umfrage unter den Kunden und „Testschulen“ mittlerweile sogar schon ein zweites Modell entwickelt wurde. 

Techniklehrer Friedrich Dietsche begleitet zwar das Projekt, betonte aber bei der Preisübergabe, sich als Lehrer bei der Produktentwicklung zurückzuhalten: „Denn Sinn des Projektes Schülerfirma ist, dass die Schülerinnen und Schüler sich aktiv mit problemhaltigen Sachlagen auseinandersetzen und im Problemlösungs- und Arbeitsprozess kooperativ zusammenarbeiten.“

Otmar Schiessel und Martina Schneider-Ruf sehen unter den Siebtklässlern schon neuen Schreinernachwuchs heranwachsen. „Die Preisausschüttung hatte auch genau diesen Hintergrund, auf den Beruf des Schreiners aufmerksam zu machen“, so Schiessel. Und Martina Schneider-Ruf freute sich, dass auch Mädchen sich rührig in das Projekt mit einbringen. 

 

 
 
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