Pro Gemeinschaftsschule 2012/2

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Küssaberg 

19.01.2012 .

Großes Interesse an Gemeinschaftsschule

Infoveranstaltung der Gemeinde Küssaberg gut besucht. Schulleitung und Bürgermeister heben auf Chancen ab. Eltern äußern sich noch zurückhaltend

 

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Eltern die Informationen über die gewünschte Gemeinschaftsschule Rheintal an den beiden Schulstandorten Küssaberg und Hohentengen mit den Klassen 5 bis 10. Bild: Noth

Die erste Informationsveranstaltung zur gewünschten Gemeinschaftsschule Rheintal mit den beiden Standorten Küssaberg und Hohentengen fand in Küssaberg statt. Die Gemeinde- und Schulvertreter beider Kommunen nahmen die Eltern in die neue Lernwelt der künftigen Schülergenerationen mit. Die Eltern waren ganz Ohr, stellten viele Fragen und standen auch nach der Informationsveranstaltung länger in Kleingruppen zusammen.

Denn der Abend und die Ausführungen von Schulleiterin Sylvia Nikolai machten den Eltern deutlich, dass eine neue Lernkultur einzieht und „die Schullandschaft in Bewegung kommt“, wie es die beiden Bürgermeister, Alexander Fink und Peter Rainer, ausdrückten. Die Gemeinschaftsschule Rheintal gehöre zwar nicht zu den Starterschulen des Landes. Dennoch werde nach den Sommerferien 2012 für die Fünftklässler „die Schule der individuellen Förderung des Kindes“ beginnen. Sie sollen hineinwachsen in die „Schulneuzeit“, die in Küssaberg und Hohentengen ab dem Schuljahr 2013/2014 offiziell anbrechen soll.

Die Eltern ließen sich die Qualifikation der Lehrer für das neue System der Lernbegleitung, zudem die ausreichende Lehrerversorgung versichern. Nikolai verwies auf Lehrerfortbildungen und dass die Schulen die passenden Lehrer sogar selbst aussuchen könnten. „Hier kommt keine Schulaufwertung, sondern eine ganz neue Schulart daher“, zeigte Ottokar Sinnemann als Rektor der Grundschule die Besonderheit auf, die den Schülern künftig im Heimatort geboten seien. Nikolai sprach von höherer Chancengerechtigkeit, von allen Bildungsmöglichkeiten, vom Haupt- über den Realschulabschluss bis zur Abitursvorbereitung für das Gymnasium.

Das Kind bestimme nach individuellem Lerntempo seinen Lernweg selbst. „Aber ohne Laissez-faire“, wie Nikolai den Eltern versicherte. Für Helmut Karlsch, dessen Sohn in der vierten Klasse ist, klingen die Aussichten interessant: „Jetzt grübeln wir, was wir machen.“ Noch nicht „Feuer und Flamme“ ist Petra Amann, die mit ihrer Tochter Lena vor dem Schulwechsel steht. „Ich werde das Angebot aber weiter offen begleiten“, sagte sie. Und Eberhard Meister ist überrascht von der Schnelligkeit des Schulwandels: „Aber ich finde ihn gut.“ 

 
 
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