Pro Gemeinschaftsschule 2012/1

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Küssaberg 14.01.2012 

Abitur ohne Schulwechsel

Die Gemeinschaftsschule Rheintal kommt. Die beiden Gemeinden Küssaberg und Hohentengen sind mit Hochdruck dabei, eine Schule an zwei Standorten und damit ein neues Schulsystem vorzubereiten, das den kommenden Schülergenerationen sämtliche Bildungswege bis hin zur Abitursvorbereitung im Heimatort eröffnet.

 

Das Bild zeigt (v.l.): Tobias Fabian (Schule Küssaberg), Schulamtsdirektor Helmut Rüdlin, Sylvia Nikolai (Schule Küssaberg), Bürgermeister Martin Benz Hohentengen, Gaby Rohrmann (Schule Hohentengen), Bürgermeister Alexander Fink Küssaberg, Susanne Schlatter (Schule Hohentengen), Schulrätin Katharina Haag und Hauptamtsleiter Manfred Weber (Küssaberg). noth

Bislang können die Schüler ihr Abitur nur in Waldhut und Tiengen machen.

Schulamtsdirektor Helmut Rüdlin vom Staatlichen Schulamt Lörrach staunte in der Pressekonferenz im Rathaus in Küssaberg, wie engagiert und in welcher Gemeinsamkeit die beiden Rheintalgemeinden dieses Ziel verfolgen. „Wir agieren lieber als dass wir reagieren“, bringt Bürgermeister Martin Benz aus Hohentengen die Bemühungen beider Gemeindeverwaltungen und Schulen für ein qualifiziertes Lernen vor Ort auf den Punkt.

Das Kulturministerium eröffnet diese Möglichkeit der Gemeinschaftsschule als gebundende Ganztagsschule: Und Hohentengen und Küssaberg wollen ganz klar diese Chance nutzen. Die Unterstützung des Schulamtes, das versichert Rüdlin, ist dabei sicher. Schon zum Schuljahrsbeginn in diesem Jahr sollen die Fünftklässler in das neue Schulsystem hineinwachsen, das ab dem Schuljahr 2013/14 dann offiziell greifen wird.

Darauf arbeiten die Schulen mit ihren Leiterinnen Sylvia Nikolai und Susanne Schlatter, aber auch die Gemeindeverwaltungen hin, und sie nehmen auf diesem Weg die Eltern, die Familien mit: Am kommenden Dienstag, 17. Januar, ist in der Grundschule in Küssaberg eine Informationsveranstaltung. Am 18. Januar in der Schule in Hohentengen. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 20 Uhr.

Die Eltern erfahren, dass ihre Kinder an keiner Bushaltestelle stehen müssen, vielmehr im Heimatort zum Realschulabschluss kommen. Sie werden von einem neuen Schulsystem hören, das die Kinder selbst auf ein Abitur im Gymnasium vorbereitet. Das auch Berufsfachschulen berücksichtigt, das heißt: Alle Bildungsstandards anbietet und jedem Schüler den bestmöglichsten Abschluss eröffnet.

Dafür bilden sich die Lehrer fort. Dafür ist das Schulamt zu einer erweiterten Lehrerversorgung bereit. Und dafür greifen Hohentengen und Küssaberg in die Kasse, um sämtliche Voraussetzungen zu garantieren. Denn, wie hatte es Bürgermeister Alexander Fink formuliert? „Die Schule ist die wichtigste Infrastruktur einer Gemeinde.“ 

 
 
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