8klässler testen2009

 

Achtklässler testen Arbeitsleben

Das hat es in Küssaberg noch nie gegeben: Das Tagespraktikum für Hauptschüler über drei Monate hinweg. Bis Mai noch stecken die Achtklässler immer mittwochs mitten im Arbeitsleben. Ohne Wenn und Aber – je nach Berufszweig ist um 6 Uhr morgens Dienstantritt.

Sie sind die ersten Achtklässler an Küssabergs Hauptschule mit Werkrealschule, die das Tagespraktikum im Rahmen des Profilfeldes „fit for job“ in Küssaberger Firmen und Betrieben erleben dürfen.
Foto: Noth

Küssaberg – Wie eine Umfrage unter den Jugendlichen zeigt, gefällt ihnen dieses Angebot des Tagespraktikums im Rahmen des Profilfeldes „fit for job“. „Ich kann etwas“, ist das gute Gefühl, das die Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren aus dem Miteinander und den Betrieben mitnehmen. Einige haben sogar schon zum „Traumjob“ gefunden und teils die Zusage für eine Lehrstelle in der Tasche.

„Das ist doch ein schöner Erfolg“, unterstreicht Tobias Fabian. Der 32-jährige Klassenlehrer stellt bei seinen 25 Schülerinnen und Schülern ein ganz neues Selbstbewusstsein fest. Und auch seitens der Unternehmen ist nur Lob zu hören. Dort heißt es: „Erst durch das Langzeitprojekt haben die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, das Berufsbild in seiner ganzen Bandbreite kennen zu lernen.“ Die Schüler seien motiviert und interessiert.

Das gefällt den Unternehmern. Über 30 davon sind in dieses Tagespraktikum eingebunden. „Das Echo ist so gut, dass wir sogar mehr Betriebe als Praktikanten haben“, freut sich Fabian über diese Aufgeschlossenheit in Küssaberg. Die Schülerinnen und Schüler konnten Berufe aus den Bereichen Handwerk, Gesundheit, Verwaltung, Erziehung, Dienstleistung und Gastronomie wählen. Und sie sind in ihre Gemeinde integriert. Fabian spricht von „Beziehungsnetzwerk“ zwischen der Jugend und den Betrieben.

Und die Achtklässler genießen inmitten der Schulwoche den Einblick in das Berufsleben. „Am Anfang war es vielleicht etwas anstrengend, den ganzen Tag in den Betrieb eingebunden zu sein. Aber es ist alles so ganz anders als Schule.

Hier kann ich viel selber machen und mich einbringen. Dabei vergeht die Zeit wie im Flug.“ Laura Mathis beschreibt den Tag, wie ihn auch ihre Mitschüler erleben. Die Idee des Tagespraktikums soll fest in den jährlichen Hauptschul-Ablauf integriert werden.

 
 
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