Artikel SK zum 02.08.2013

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02.08.2013 von Michael Neubert
KÜSSABERG
Gemeinschaftsschule Rheintal: Partnerschaft auf Augenhöhe
Küssaberg -  Gemeinschaftsschule nimmt am 9. September ihren Betrieb auf.
Gemeinderat wählt Vertreter für die Verbandsversammlung.
 
Die neue Gemeinschaftsschule Rheintal der Gemeinden Küssaberg und
Hohentengen soll am9. September in Betrieb gehen. Einige Umbaumaßnahmen
werden dafür am Schulgebäude im Gemeindezentrum in
Küssaberg-Rheinheim nötig.

Die neue Gemeinschaftsschule Rheintal soll am 9. September ihren Betrieb aufnehmen.
Dies erklärte Küssabergs Bürgermeister Manfred Weber in der jüngsten
Gemeinderatssitzung. Einstimmig verabschiedete der Rat die Satzung des neuen
Schulverbands und wählte die Küssaberger Vertreter in der Verbandsversammlung.
Weber ergänzte: Mit der Einführung der Gemeinschaftsschule der Gemeinden Hohentengen
und Küssaberg sei in den kommenden Wochen mit Investitionen von 210 000 Euro zu
rechnen. Und in absehbarer Zeit sei an der Schule in Küssaberg-Rheinheim auch ein
Anbau notwendig.
„Es ist vollbracht. Das kann man heute Abend sagen“, erklärte Weber. Die Gemeinderäte
und Verwaltungen in Hohentengen und Küssaberg hätten sich in den vergangenen zwei
Jahren intensiv mit der Einführung der Gemeinschaftsschule befasst. Weber: „Es war ein
schwieriger, aber für uns im Rheintal wichtiger Weg.“ Er sprach von einer Partnerschaft
beider Gemeinden auf Augenhöhe. Dies komme in allen Regelungen zum Ausdruck.
Das Ziel sei klar: Der Unterricht in der neuen Gemeinschaftsschule soll am 9. September
beginnen, die neue Einrichtung soll mit Erfolg geführt werden. Küssabergs Verwaltungschef
betonte: „Beide Gemeinderäte stehen geschlossen hinter dieser Gemeinschaftsschule.“
Die Kollegen in Hohentengen beschlossen Verbandssatzung und Vertreter der
Verbandsversammlung in ihrer Gemeinderatssitzung bereits in der vergangenen Woche.
Nachdem der Gemeinderat Hohentengen (wir berichteten) seine Vertreter für die
Verbandsversammlung bestimmt hatte, wählte der Küssaberger Rat nun seine
Repräsentanten. Die beiden Bürgermeister Martin Benz (Hohentengen) und
Manfred Weber (Küssaberg) seien Kraft Amtes in der Verbandsversammlung dabei.
Der Rat wählte Artur Ips (CDU), Bernhard Reichmann (SPD) und Brigitte Rossa (CDU)
einstimmig als Vertreter der Gemeinde Küssaberg in der Schul-Verbandsversammlung,
zu deren persönlichen Stellvertreter Gottfried Ritter (CDU), Rolf Küpfer (SPD) und
Jürgen Barabas (CDU). Im nächsten Schritt folgt die konstituierende Sitzung der
Verbandsversammlung.
Für die Umbauplanung für die Gemeinschaftsschule hat der Gemeinderat die ersten
Arbeiten vergeben. Zwölf defekte Fenster sollen ausgetauscht werden. Die Arbeiten
vergab der Rat an die Firma Lüttin aus Rüßwihl (Angebot: 15 990 Euro). Im Haushalt
2013 sind dafür 16 000 Euro kalkuliert. Die Firma Stegmann liefert laut Beschluss
Garderobenschränke zum Angebot von 7143 Euro (Haushaltsansatz. 12 000 Euro).
Die ersten Bauarbeiten würden rund 210 000 Euro kosten, erklärte Weber. Weitere
Maßnahmen würden nötig. Die Gemeinde müsse jedoch bald Zuschüsse dafür
beantragen. Entwurf und Kostenberechnung müssten vorgelegt werden. Der Rat
beauftragte deshalb für die weitere Planung Architekt Bernhard Reichmann.
Umbauten der Grund- und Werkrealschule machen gute Fortschritte
Letzte Aufträge für Neubau der Ganztagsschule vergeben. Einweihung nach
den Sommerferien
Für die neue Mensa, Lernräume und Turnhalle der Werkrealschule wurden die letzten
Arbeiten vergeben. Nach den Sommerferien wird der Neubau zur Verfügung stehen.
Am 12. Oktober ist Einweihung. Gute Fortschritte macht auch die Gestaltung der
Außenanlage mit Einbindung der Fluhstraße.
Peter Schanz, Architekt der neuen Gebäude für den Ganztagsschulbetrieb,
erläuterte die letzten Vergaben. 130 Lampen werden für den Bau benötigt.
Ausführen wird die Arbeiten die Firma Elektro Schäuble aus Günzgen.
Mit 34 341 Euro lag man unter den veranschlagten 40 000 Euro. Stühle und
Tische wird die Firma Steimel aus Achern liefern (9600 Euro).
Die Außenanlage der Schule mit neuem Spielareal hinter der Turnhalle und
die Neugestaltung des Spielplatzes in der Rheinhalde plant Landschaftsarchitekt
Christian Burkhard. Die Schlosserarbeiten für die Fahrradstandüberdachung wurde
an die Firma Meier und Söhne, Hohentengen, vergeben (5700 Euro).
Die Holz-Spielgeräte für den Spielplatz in der Rheinhalde und das Spielgelände
bei der Schule wird die Firma Döring und Heming aus Vreden liefern (22 137 Euro).
Im Zuge der Neugestaltung des Schulaußengeländes wird jetzt auch das Kleinspielfeld
(Baujahr 1996) mit Laufbahn durch eine Fachfirma umfassend saniert (zirka 18 500 Euro).
Auch wenn es heiß war, der Gemeinderat musste sich auch mit dem nächsten Winter
und dem Thema Salzstreuer befassen. Dieser ist in die Jahre gekommen und soll ersetzt
werden. Im Rat diskutiert wurde, ob es nicht sinnvoll wäre einen Feuchtsalzstreuer
anzuschaffen, der um zirka 5000 Euro teurer, jedoch im Salzverbrauch um 25 Prozent
sparsamer und gezielter einzusetzen sei und sprach sich mehrheitlich für diese Lösung aus.
25 000 Euro wird der neue Feuchtsalzstreuer kosten (Firma Gmeiner,
Wernberg-Köblitz/Oberpfalz). Dazu muss noch eine Salzlöseanlage angeschafft werden.
Zwei Standorte
Die beiden Werkrealschulen Küssaberg und Hohentengen werden zum neuen Schuljahr
als Gemeinschaftsschule Rheintal vereint. Neuer Schulträger, bisher jeweils die Gemeinden,
wird der neu gegründete Zweckverband „Gemeinschaftsschule Rheintal“. Er besteht aus
den Bürgermeistern Küssabergs und Hohentengens sowie jeweils drei Gemeindevertretern.
31 Schüler werden ab dem 9. September die Gemeinschaftsschule an den beiden
Standorten in Küssaberg-Rheinheim und Hohentengen besuchen. Die Klassen fünf,

sechs und neun werden künftig in Küssaberg unterrichtet, die Klassen sieben, acht
und zehn in Hohentengen. Neben dem Hauptschulabschluss können die Schüler an der
Gemeinschaftsschule auch den Realschulabschluss ablegen. 

 

 
 
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